Ohne Schweizer Beteiligung am letzten Tag, aber mit einem sehr positiven Resümee ging der FIS Para-Snowboardcross Europa- und Weltcups auf dem Betelberg in der Lenk zu Ende.
Im abschliessenden Teambewerb am Betelberg setze sich das Duo Cecile Hernandez/Maxime Clarking aus Frankreich im Europacup an die Spitze. Der Sieg im Weltcup ging mit Yanhong Geng / Yonggang Zhu nach China. Die abschliessenden Rennen danden ohne Schweizer Beteiligung statt.
An den ersten beiden Wettkampftagen konnte die Schweiz dafür jubeln: Aron Fahrni zeigte an beiden Tagen starke Leistungen und belegte jeweils Rang drei in der Kategorie SB-UL und zeigte sich sehr zufrieden: «Kleinigkeiten gibt es noch zu analysieren, doch unterm Strich hat alles sehr gut geklappt.»
Teamkollege Fabrice von Grünigen (SB-LL2) verpasste am zweiten Tag als Vierter knapp das Podest, nachdem er am Vortag Fünfter geworden war. Sandro Bohnet (SB-LL1) erreichte im Europacup einmal Rang vier und verpasste am zweiten Tag das grosse Finale.
Perfekte Organisation am Betelberg
Neben den sportlichen Leistungen wurde auch die Organisation der Europa- und Weltcup-Station gelobt. Aron Fahrni meinte: «Es hat alles wie am Schnürchen geklappt, so hatte ich den Kopf frei für die Rennen.»
Die Veranstaltung profitierte von der engen Zusammenarbeit zwischen PluSport, den Bergbahnen Adelboden-Lenk, Lenk-Simmental Tourismus sowie weiteren lokalen und nationalen Partnern, die gemeinsam für reibungslose Abläufe und optimale Bedingungen sorgten. «Die Kooperation mit all unseren Partnern war hervorragend. Sie hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die Athlet:innen voll auf den Wettkampf konzentrieren konnten», erklärte René Pfister, Bereichsleiter Marketing und Kommunikation bei PluSport.
Vor sechs Jahren entstand die Vision, in Lenk einen inklusiven Trainings- und Sportstützpunkt zu schaffen, mit dem Ziel, 3–5 Schweizer Athlet:innen zu den Paralympischen Winterspielen nach Milano-Cortina zu bringen. Pfister betont: «Heute ist diese Vision Realität: Wir werden mehrere Athlet:innen bei den Paralympics sehen. Zusätzlich hat das Projekt das Bewusstsein für den Para-Sport in der Region deutlich gestärkt. Das macht uns stolz, und wir haben bereits neue Ideen, die wir bald gemeinsam mit unseren Partnern umsetzen möchten.»
Fotos: Samira Sutter & Alexandra Blum/FIS
Sportklassen
Sportklassen
SB-LL1: Behinderung am Unterkörper (leichtere Ausprägung)
SB-LL2: Behinderung am Unterkörper (stärkere Ausprägung)
SB-UL: Behinderung an einem oder beiden Armen
Um an Para Snowboard-Wettkämpfen teilnehmen zu können, müssen die Athlet:innen eine Beeinträchtigung haben, die zu einer der folgenden Formen gehört:
- Beeinträchtigte Muskelleistung
- Beeinträchtigung der Gliedmassen
- Beinlängenunterschied
- Hypertonie
- Ataxie
- Athetose
- Beeinträchtigung des passiven Bewegungsumfangs
Para Snowboard Kader
Nationalmannschaft
Aron Fahrni
Jahrgang: 1998
Wohnort: Oberthal BE
Disziplinen: Para Snowboard (Banked Slalom und Snowboardcross)
Behinderung: Subtotale Plexusparese, Einschränkung linker Arm
Social Media: Instagram, Facebook, LinkedIn
Homepage: Aron Fahrni
Beruf: Snowboarder
Hobbies: Sport, Musik, Kunst, Handwerkliches
Motto: Versuche nicht ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller - Albert Einstein
Romy Tschopp
Jahrgang: 1993
Wohnort: Sissach BL
Disziplinen: Snowboardcross, Banked Slalom
Behinderung: Spina bifida
Social Media: Instagram Facebook
Homepage: www.romytschopp.ch
Beruf: Fachfrau Bewegungs- und Gesundheitsförderung
Hobbies: Sport in der Natur am liebsten gemeinsam mit tollen Menschen.
Motto: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Fabrice Aimon von Grünigen
Jahrgang: 2001
Wohnort: Turbach BE
Disziplinen: Banked Slalom, Snowboard Cross
Behinderung: Vorderfussamputation rechts
Social Media: Instagram
Beruf: Gelernter Metallbauer EFZ / Outdoor Guide
Hobbies: Biken, Golfen, Klettern, Snowboarden
Motto: Z Bode chunsch ging
Elite-Kader
Kevin Fetz
Jahrgang: 1990
Wohnort: Laax GR
Disziplinen: SBX & BSL
Behinderung: Arthogryposis Multiplex Congenita
Social Media: Instagram LinkedIn
Homepage: www.kevinfetz.com
Beruf: Retail Sales Coach, Oakley
Hobbies: Biken, Klettern, Fotografieren, Laufen und mein Hündin Sira
Motto: Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.
Förderkader
Laurin Zimmermann
Jahrgang: 2015
Wohnort: Weesen SG
Behinderung: Beidseitige Umserschenkel-Amputation und beide Teilhände
Trainer
Projektpartner
Sponsoren
Aktuelles zum Para Snowboard
Nach den letzten Rennen in Steamboat (USA) ist es nun klar: Aron Fahrni gewinnt nicht nur die Kristall-Kugel im Snowboard Cross, sondern auch im Banked Slalom. Somit gewinnt unser Para-Snowboarder auch die Overall-Wertung für die Saison 25/26! 800 Punkte hat der Berner über die Saison gesammelt und steht somit klar (161 Punkte Abstand) vor dem Zweitplatzierten Jacopo Luchini aus Italien. Eine gewaltige Leistung.
Auch Fabrice von Gruenigen erzielt in seiner ersten vollständigen Saison im Worldcup eine sehr gute Leistung mit dem vierten Platz. Nur denkbar knapp reichte es nicht für den dritten Gesamtrang: 18 Punkte. Im Snowboard Cross beendet er die Saison allerdings auf dem zweiten Platz. Wir gratulieren.
Das Schweizer Para-Snowboard Team geht somit mit ganz viel Elan in die nächste Etappe: Die Paralympics in Milano-Cortina. Wir sind gespannt und drücken die Daumen!
Alles zu den Paralympics in Milano-Cortina
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Herausragende Teamleistung des Schweizer Para-Snowboard Teams in Kanada
An zwei Tagen stellte sich das angereiste Schweizer Team im Snowboardcross auf der anderen Seite der Welt der Konkurrenz. Unsere Athleten Aron Fahrni (SB-UL) und Fabrice von Grünigen (SB-LL2) zeigten sich bereits an der Lenk in absoluter Topform. In Kanada übertrafen sie diese Leistungen sogar noch einmal.
Fabrice von Grünigen triumphierte am ersten Wettkampftag im Finale gegen seine drei Gegner und zeigte dabei seine bisher beste Leistung in diesem Jahr. Am zweiten Tag sollte es ähnlich weitergehen: mit einem starken dritten Platz.
Bei Aron Fahrni lief es sogar noch besser. Nach den Erfolgen der letzten Wochen ging es beim Berner ähnlich weiter: Zweimal auf dem Podest, zweimal auf Platz 1. In beiden grossen Finals liess er seinen Gegnern keine Chance. Ein grandioses Ergebnis.
Nationaltrainer Silvan Hofer gibt sich sehr erfreut: «Es war eine tolle Teamleistung von allen. Ob Service, Physio, Coaching oder Verpflegung: Alles war perfekt! Eine grandiose Leistung.» Mit viel Schwung geht es nun weiter zum Weltcup Steamboard (USA) nächste Woche und dann an die Paralympics in Milano-Cortina.
Zu den Resultaten: FIS, Big White
Bilder: Jordan Stephen
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