Swiss Sport Integrity - Ethik im Sport
Ethik im Sport

Gegen Missstände im Schweizer Sport

Swiss Olympic hat anlässlich seines Sportparlaments vom 26.11.21 mit einstimmigem Beschluss das Ethik-Statut für den Schweizer Sport verabschiedet. Es gilt ab 1.1.2022 für alle Mitglieder von Swiss Olympic - die nationalen Sportverbände und Partnerorganisationen; also auch für PluSport und seine Mitgliederclubs. Mit Swiss Sport Integrity wurde gleichzeitig eine nationale Melde- und Untersuchungsstelle für Ethikverstösse eingerichtet.

Die Ethik Charta von Swiss Olympic und des Bundesamtes für Sport (BASPO) hält die grundlegenden Werte für einen gesunden, respektvollen, fairen und nachhaltig erfolgreichen Sport fest.
Die Vermittlung dieser Werte basiert auf Information und Ausbildung, verbunden mit einem System zur Intervention bei Verletzungen dieser Werte.

Projekt «Ethik im Sport»
Mit dem Projekt «Ethik im Sport» sollen ethische Grundsätze im Schweizer Sportsystem noch stärker gelebt werden: «Im Schweizer Sport steht das psychische, physische und soziale Wohlbefinden aller involvierten Menschen an erster Stelle». Bei Swiss Olympic trägt ein Projektteam unter der Leitung von Samuel Wyttenbach die Verantwortung für die Erarbeitung und Umsetzung der konkreten Massnahmen. Erklärvideo:

Gemeinsam für einen gesunden, respektvollen, fairen und erfolgreichen Sport

Die olympischen Werte – Höchstleistung, Freundschaft und Respekt – bilden weltweit die Grundlage für einen fairen und nachhaltigen Sport. Die Ethik-Charta von Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport (BASPO) baut auf diesen Werten auf. Sie ist obligatorischer Bestandteil der Statuten jedes Mitgliedsverbands von Swiss Olympic.

Die Verbände sind zudem verpflichtet, einen Ethik-Verantwortlichen oder eine Ethik-Verantwortliche zu benennen, welche:r dafür sorgt, dass die Charta auch umgesetzt wird und welche:r sich um die ethischen Herausforderungen des Verbands kümmert. 

Ethik-Verantwortliche bei PluSport ist Susanne Dedial.

Der Schweizer Sport hat ein klares Fundament und PluSport steht ebenfalls dafür ein:
…for the SPIRIT of SPORT ist der oberste Leitsatz für den Schweizer Sport. Wo immer er auftaucht, erinnert er daran, dass Sport vom Sportgeist lebt.
.. for the SPIRIT of SPORT fasst zusammen, was die Ethik-Charta des Schweizer Sports fordert. Ihre neun Prinzipien für gesunden, respektvollen, fairen und erfolgreichen Sport sind eine Verpflichtung für alle im Sport.
... for the SPIRIT of SPORT setzen Swiss Olympic und das Bundesamt für Sport (BASPO) dort ein, wo Sportgeist sichtbar gelebt wird.

Die neun Grundsätze der Charta für Ethik im Sport von Swiss Olympic:

  1. Gleichbehandlung für alle. Nationalität, Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, soziale Herkunft, religiöse und politische Ausrichtung führen nicht zu Benachteiligungen.
  2. Sport und soziales Umfeld im Einklang. Die Anforderungen in Training und Wettkampf sind mit Ausbildung, Beruf und Familie vereinbar.
  3. Stärkung der Selbst- und Mitverantwortung. Sportlerinnen und Sportler werden an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt.
  4. Respektvolle Förderung statt Überforderung. Die Massnahmen zur Erreichung der sportlichen Ziele verletzen weder die physische noch die psychische Integrität der Sportlerinnen und Sportler.
  5. Erziehung zu Fairness und Umweltverantwortung. Das Verhalten untereinander und gegenüber der Natur ist von Respekt geprägt.
  6. Gegen Gewalt, Ausbeutung und sexuelle Übergriffe. Physische und psychische Gewalt sowie jegliche Form von Ausbeutung werden nicht toleriert. Sensibilisieren, wachsam sein und konsequent eingreifen.
  7. Absage an Doping und Drogen. Nachhaltig aufklären und im Falle des Konsums, der Verabreichung oder der Verbreitung sofort einschreiten.
  8. Verzicht auf Tabak und Alkohol während des Sports. Risiken und Auswirkungen des Konsums frühzeitig aufzeigen.
  9. Gegen jegliche Form von Korruption. Transparenz bei Entscheidungen und Prozessen fördern und fordern. Den Umgang mit Interessenkonflikten, Geschenken, Finanzen und Wetten regeln und konsequent offenlegen.

Swiss Olympic Ethik-Charta

Das Ethik-Statut bildet zusammen mit den entsprechenden Organisations- und Verfahrensreglementen das System zur Meldung, Untersuchung und Sanktionierung von Verstössen gegen bestimmte Verhaltensvorschriften und zur Feststellung von Missständen im Schweizer Sport.
Meldungen wegen Verstössen und Missständen werden von der unabhängigen Stiftung Swiss Sport Integrity entgegengenommen und untersucht, und vom Schweizer Sportgericht (Swiss Sports Tribunal) sanktioniert.
Das Ethik-Statut ersetzt alle bisherigen Regelungen zu ethischen Belangen, z.B. auch den Code of Conduct.

Ethik-Statut

Wegleitung zu Art. 4.3 Ethik-Statut «Meldepflicht»

Grundlagenbericht Ethik im Sport von Swiss Olympic und BASPO

Dem Ethik-Statut unterstellte Personen, die in einer Sportorganisation eine besondere Fürsorge- oder Aufsichtsfunktion ausüben, z.B. als Trainer:in, Betreuer:in, als direkte:r oder:r indirekte Vorgesetzte:r von Betreuerinnen und Betreuern oder als Vorgesetzte:r von Angestellten in Sportorganisationen, sind verpflichtet, erkannte Ethikverstösse Swiss Sport Integrity zur Kenntnis zu bringen.

Swiss Sport Integrity

Die Stiftung Schweizer Sportgericht ist die Disziplinarstelle im Sinne von Art. 72g der Verordnung über die Förderung von Sport und Bewegung (SpoFöV; SR 415.01), welches unabhängig von Swiss Olympic und Swiss Sport Integrity ist. Das Schweizer Sportgericht urteilt seit dem 1. Juli 2024 über mutmassliche Verstösse gegen das Doping-Statut von Swiss Olympic und das Ethik-Statut des Schweizer Sports. 

Swiss Sports Tribunal

Sport verbindet und bringt einander näher. Nicht immer ist es einfach, Grenzen für Nähe und Distanz zu setzen und sich im Umgang mit Menschen mit Behinderung richtig zu verhalten. PluSport informiert, klärt zum Thema auf, hilft und vermittelt Kontakt zu internen und externen Fachstellen. Ethikverstösse werden gemäss Ethik-Statut der Melde- und Untersuchungsstelle Swiss Sport Integrity gemeldet.

Prävention von Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen